Fragen rund um das Thema Gesundheitsschutz

Das Arbeitsschutzportal für
kleine & mittlere Unternehmen

CoViD-19


Hygienetipps um Infektionskrankheiten vorzubeugen, erhalten Sie hier.

Alle nötigen Informationen zum Corona-Virus haben wir für Sie kompakt zusammengestellt.

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Aufgrund der dynamischen Lageentwicklung geben wir Ihnen bzw. Ihrem Betrieb nützliche Hinweise um mit Infektionskrankheiten, wie dem Coronavirus (SARS-CoV-2), umzugehen.   

Sie als Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht gegenüber Ihren Arbeitnehmern. Aus diesem Grund müssen Sie über mögliche Risiken informieren und versuchen diese zu minimieren. Ihren Mitarbeitern müssen Sie Ratschläge und Empfehlungen geben, wie sie sich in der aktuellen risikoreichen Lage – auch zum Eigenschutz – verhalten sollen.    

Für Sie als Arbeitsgeber gilt:

  • Sie sollten Waschlotionen für die Hände bereitstellen
  • Rechtzeitig den Vorrat an Waschlotionen, Einmalhandtüchern, Desinfektionsmittel prüfen und wenn nötig auffüllen
  • Desinfektionsmittel aufstellen, für den Fall, dass Waschmöglichkeiten fehlen
  • Ihre Arbeitnehmer im hygienischen Verhalten unterweisen (siehe unten)
  • Festlegen wie mit einem Krankheitsfall in Ihrem Betrieb umgegangen wird

Grundsätzlich gelten in Ihrem Betrieb die gleichen Hygieneregeln wie allgemein zum Schutz vor luftübertragbaren Infektionskrankheiten wie z.B. Influenza:

  • Händeschütteln sollte vermieden werden
  • Auf eine gründliche Handhygiene achten: Regelmäßiges und gründliches Händewaschen (20-30 Sekunden)
  • Berührungen von Augen, Mund und Nase vermeiden
  • Desinfektionsmittel benutzen, wenn keine Waschmöglichkeit vorhanden ist
  • Husten und Niesen in ein Einwegtaschentuch, welches sofort zu entsorgen ist
  • Husten und Niesen in die Armbeuge und nicht in die Hände
  • Bei einer erkrankten Person Abstand halten
  • Geschlossene Räume (z.B. Büros) regelmäßig für ca. 10 Minuten lüften

Durch diese einfachen Maßnahmen verringern Sie in Ihrem Betrieb die Ansteckungsgefahr von Infektionskrankheiten bzw. die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung erheblich und kommen Ihrer Fürsorgepflicht gegenüber Ihren Arbeitnehmern nach.

Des Weiteren sollten Sie die aktuellen Entwicklungen und Empfehlungen der Gesundheitsbehörde berücksichtigen und Ihre Betriebsabläufe auf einen möglichen Personalausfall vorbereiten – der Personaleinsatz sollte gut geplant und Vertretungen geregelt sein.    

Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu Risikogebieten, sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen, finden Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts unter:

www.rki.de/covid-19-fallzahlen  

www.rki.de/covid-19-risikogebiete 

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

Ergonomie am Arbeitsplatz


Muskel-Skelett-Erkrankungen, vor allem Rückenschmerzen, zählen in Deutschland zu den häufigsten arbeitsbedingten Erkrankungen. Sie bringen nicht nur erhebliche Konsequenzen für die Betroffenen selbst, sondern auch für die Betriebe und die Wirtschaft allgemein. Wenn man den demografischen Wandel und die Heraufsetzung des gesetzlichen Rentenalters in Betracht zieht, werden die Erkrankungszahlen sicher weiter steigen.

Häufig führen betriebliche Arbeitsbedingungen zu einer Entstehung und Verstärkung von Muskel-Skelett-Erkrankungen.

Hier können Ursachen genannt werden wie:

  • das Heben und Tragen schwerer Lasten
  • bestimmte Zwangshaltungen und Vibrationen
  • wenig Bewegung, durch langes Sitzen oder Stehen
  • mangelhafte Beleuchtung und eine kühle Raumtemperatur
  • hohes Arbeitstempo

Hinzu kommen noch psychosoziale Belastungen, welche Rückenerkrankungen hervorrufen können. Diese können somit auch in Branchen, in welchen leichte oder keine körperliche Arbeit getätigt wird, auftreten. Man kennt das Sprichwort „ Die Angst sitzt mir im Nacken!“.

Ursachen wie:

  • Monotonie - geringe Abwechslung
  • Stress - Kombination aus hohen Arbeitsanforderungen und geringer Kontrolle über die Arbeit
  • Negative soziale Beziehungen zu Vorgesetzten und Kollegen
  • Arbeitsunzufriedenheit – mangelnde Anerkennung und Wertschätzung
  • Emotionale Belastungen / starke emotionale Anforderungen

Bei der Entstehung von MSE sind demnach körperliche, seelische und arbeitsbedingte Faktoren von Bedeutung.

Sie als Arbeitgeber oder Führungskraft tragen die Verantwortung, dass mögliche Belastungen und Gefährdungen Ihre Arbeitnehmer nicht beeinträchtigen. Diese gilt es zu ermitteln, um mit bestimmten Maßnahmen dafür Sorgen zu tragen, dass Gefährdungen reduziert oder sogar komplett vermieden werden.

Eine erste technische Maßnahme wäre die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze. Grundregeln sind hier u.a. eine ausreichende Beleuchtung, anpassbare Schreibtischhöhe, optimale Sitzhöhe und eine gute Raumtemperatur.

In unserem sigePortal finden Sie alle notwendigen Dokumente und Informationen um die Gefährdungspunkte in Ihrem Betrieb zu erkennen und entsprechende Maßnahmen abzuleiten.

Psychische Belastung


Der deutsche Mittelstand ist einzigartig auf dieser Welt und fundamental für die stabile Stellung der deutschen Wirtschaft. Über 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Mittelständler und somit nicht nur die treibende Kraft bei Innovationen, sondern auch ein wichtiger Partner für Großunternehmen. Dabei stellen sie fast 60 Prozent aller Arbeitsplätze und rund 82 Prozent der Auszubildenden sind bei ihnen beschäftigt. Da die KMU´s in Deutschland ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor sind und so viele Arbeitnehmer beschäftigen, geraten sie besonders in den Fokus bei aktuellen gesellschaftlichen Themen  im Arbeits- und Gesundheitsschutz. 

Psychische Erkrankungen nehmen stetig  zu und Burnout bzw. Depression, werden als neue Volkskrankheit bezeichnet, welche vielfach direkt durch die arbeitsbedingte psychische Belastung bedingt sind. In den letzten 25 Jahren stieg der Anteil von Person, die bedingt durch psychische Erkrankungen bspw. frühzeitig in Rente gingen, von unter 20 Prozent auf über 40 Prozent (Deutsche Rentenversicherung Bund: Rentenversicherung in Zeitreihen 2018, S. 111). Nicht nur die Folgen zunehmender psychischer Belastung für den Arbeitsnehmer sind absehbar, sondern auch die Folgen für die Unternehmen selbst. Eine immer höher werdende Anzahl an Arbeitsunfähigkeitstagen führt direkt zu immer höher werdenden Produktionsausfallkosten.

Beispiele für psychisch belastende Arbeitsbedingungen sind:

  • Mangelhafte Arbeitsplatzbedingungen (kaputte Arbeitsmittel/Maschinen, falsches oder fehlendes Mobiliar)
  • Die Tätigkeit allgemein (Überforderung/Unterforderung, Monotonie, Isolation, widersprüchliche Anforderungen und unklare Abgrenzung der Zuständigkeit)
  • Betriebsklima (Hierarchie mit autoritären Strukturen, Konkurrenz, Mobbing, Arbeitsplatzunsicherheit, ineffiziente Kommunikation)
  • Arbeitsumgebung (Beleuchtung, Lärm)
  • Gefährliche Arbeit (Explosionsgefahr, Steuerung gefährlicher Maschinen)

Sie als Arbeitgeber, sind gesetzlich dazu verpflichtet diese Risiken in Ihrem Betrieb richtig zu beurteilen und zu kontrollieren. Hier ist es von großer Bedeutung Ihre Mitarbeiter einzubeziehen, welche sich mit den Risiken und Problemen, die in Ihrem Unternehmen evtl. vorliegen, am besten auskennen. Nur in Zusammenarbeit mit Ihren Mitarbeitern, ist es möglich wirksame Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen. Es müssen Arbeitsfaktoren geschaffen werden, die die psychische Gesundheit stärken, wie etwa Handlungs- und Entscheidungsspielraum, Gemeinschaftsgefühl und unterstützende Führung.

Das Resultat sind reduzierte Fehlerquoten bzw. Ausfallkosten und eine gesteigerte Leistungsfähigkeit und Produktivität der Mitarbeiter.